Die "Wissower Klinken"

Anlässlich einer Dienstreise nach Rügen im Oktober 2004
machte ich einen Abstecher zu den berühmten
Kreideformationen der "Wissower Klinken"
auf der Halbinsel Jasmund.

Da das Wetter sehr schön war und zu der frühen Tageszeit
ideales Licht gab sind mir gute Bilder gelungen.
Nun habe ich gehört das die "Klinken" in der Nacht
zum 24.02.2005 abgestürzt sind. Meine Bilder haben also
mittlerweile historischen Wert da es diese Ansicht nicht
mehr gibt. Allerdings sind Kreideabbrüche an der Rügener
Steilküste nichts ungwöhnliches und kommen vor allem nach
Ende einer Frostperiode häufig vor. In diesem Falle ist
es aber besonders schade, da die Kreideküste damit eines
ihrer attraktivsten Wahrzeichen verliert mit dem auf fast
allen Touristenpublikationen geworben wurde.

Auch der Maler Caspar David Friedrich verewigte im Jahre 1818
die Kreidefelsen in seinen berühmten Gemälde,
"Kreidefelsen auf Rügen"
Allerdings handelt es sich dabei nicht, wie oftmals
fälschlicherweise angenommen, um die "Wissower Klinken"
sondern um die so genannten "Victoriaklippen" nur wenig nördlich
gelegen. Die "Victoriaklippen" existieren noch, aber nicht mehr in
der Form wie sie der Maler verewigt hat. Die Kreideküste ist eben
sehr stark der Errosion ausgesetzt und somit ständigen
Veränderungen unterworfen. Damit besteht aber auch die Chance
das ähnlich bizarre Kreideformationen auch in Zukunft wieder
neu entstehen können.

 


Wissower Klinken

Ansicht von Nord

Klinken um 1890

Kreideküste

Zustand im Juli 2006

Gemälde von C.D. Friedrich
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